HR Monatsrückblick April 2012

Teamwork on the Fly

Die heutige Arbeitswelt ist vielerorts geprägt von Teams, die inhomogen und geographisch verteilt sind. Zusammenarbeit über Zeitzonen hinweg und mit sehr wenig Gelegenheit zur direkten persönlichen Kommunikation birgt jede Menge Herausforderungen und ist auf der anderen Seite sehr bereichernd. Amy Edmondson, Harvard Business School Professorin, beschreibt, wie man solche Teams am besten managed. In einem kurzen Video erläutert sie folgende 5 Grundregeln:

  1. Speak Up
  2. Listen intensely
  3. Integrate different facts and points of view
  4. Experiment iteratively
  5. Reflect on your ideas and actions

Herz und Hand, Fleiß und Verstand, Spaß und Stolz und ein gutes Nudelholz…

Mit der Kampagne „Back dir deine Zukunft“ macht der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks Lust auf den Bäckerberuf. Die Facebook-Seite bietet Infos zur Ausbildung im Bäckerhandwerk sowie Fakten zum Thema Auslandsaufenthalt während der Ausbildung, Karrieremöglichkeiten und eine Stellenbörse um selbst nach Ausbildungs- oder Praktikumsplätzen zu suchen. Auch einen eigenen Youtube-Channel gibt es. Hier findet man das Image-Video zum Ausbildungsberuf – unbedingt sehenswert.

Facebook Timeline als Bewerbung

Wieder mal eine gute Anregung von den Kollegen beim Blog wollmilchsau: Die Timeline-Ansicht bei Facebook eignet sich perfekt für eine Online-Bewerbung. Konkreter Umsetzungsvorschlag vom Blog-Autor Alexander Fedossov:

  1. Auf jeden Fall eine separate Facebook Fanpage anlegen.
  2. Relevante Daten zur Ausbildung und zum Werdegang auf der Timeline platzieren, mit Verlinkungen auf die entsprechenden Fanpages/oder Seiten
  3. In den drei verfügbaren Reitern ein allgemeines Anschreiben und Zeugnisse bzw. Portfolio unterbringen

Die Anzahl der Kommentare zu diesem Thema zeigt, dass das eine diskussionswürdige Idee ist. Als Personaler fände ich eine solche Bewerbung auf jeden Fall interessant!

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OFFICE 2.0 – weltweite megatrends verändern die büro-arbeitswelt

es klingt paradox: mit den heutigen technischen möglichkeiten könnten wir problemlos von zuhause aus arbeiten – und doch wird sich das home office nicht als alleinige büroform durchsetzen. wir werden weiterhin ins büro gehen, um uns von angesicht zu angesicht auszutauschen, um aufgaben im team zu bewältigen und um voneinander zu lernen.

allerdings führen die geänderten möglichkeiten auch zwingend zu geänderten anforderungen an die moderne büro-arbeitswelt. energieeffizienz, ergonomisches arbeiten, optimierte prozesse und kommunikation, mitarbeitermotivation  – diese und viele andere überlegungen beschreiben die aufgabenstellung des office 2.0 für die zukunft.
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HR Monatsrückblick März 2012

Inszenierung der Otto-Arbeitgebermarke

Die Otto Group macht mit einem Video ihre Mitarbeiter geschickt und unaufdringlich zu Botschaftern der Arbeitgebermarke: 120 Mitarbeiter des Personalbereichs „tanzen“ eine wunderschöne Choreographie. 

Talent Management via Facebook

Ein weiteres großes Unternehmen machte im März durch eine Social Media Aktion von sich reden. Seit kurzem gibt es das Timeline-Design, das wir als Privatnutzer von Facebook als „Chronik“ kennen, auch für Facebook-Unternehmens- und Karriereseiten. Unter dem Motto „Zeig uns, wie du arbeiten willst. Unser Raum. Deine Ideen.“ bindet die BMW Group alle Fans der BMW Karriere Seite in die Gestaltung ihres Cover-Bildes mit ein.

Neue Online-Karriereplattform careerloft

Vor wenigen Tagen ging das Portal careerloft online. Die Macher selbst sagen über ihr Konzept: „careerloft ist das exklusive Karrierenetzwerk und Förderprogramm für talentierte Studenten und Absolventen. Sowohl online als auch im Berliner Loft bringt careerloft junge Talente mit attraktiven Arbeitgebern zusammen. Der Anspruch ist es, zu einem persönlichen Austausch auf Augenhöhe zu Themen rund um die berufliche Zukunft zu kommen.“

Das eigentlich Interessante am Konzept ist die ungewöhnliche Blickrichtung: Haben die Mitglieder einmal ihren Lebenslauf auf der Plattform hinterlegt, bewerben sich die Unternehmen bei den Kandidaten – und nicht mehr umgekehrt. Damit wird der Veränderung der Rahmenbedingungen im Arbeitsmarkt Rechnung getragen.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Verbindung von online Karrierenetzwerk und offline Plattform. Neben den Online-Präsenzen gibt es in Berlin Kreuzberg ein 250 Quadratmeter großes echtes „careerloft“. Dort kommen Partnerunternehmen mit Mitgliedern im echten Leben zusammen zusammen. Außerdem wohnen dort immer zwei careerloft Praktikanten der Generation Y, die von dort über die Events im Loft und über die Partnerunternehmen bloggen. Nachzulesen sind die erfrischenden Posts unter https://careerloft.de/blog/.

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Mit dem Personaler-Stammtisch zu Gast bei den JOBLINGEN

Vor einigen Monaten habe ich hier bereits über die Initiative JOBLINGE berichtet, die sich darum bemüht, sozial benachteiligte Jugendliche in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Und auch der Personaler-Stammtisch war bereits Thema hier im Blog. Da die JOBLINGE für ihr Projekt laufend Unternehmen und engagierte Personen als Unterstützer suchen, war es naheliegend, beide Gruppen einmal zusammenzubringen. Am Montag, den 19.03.2012, war es nun so weit: Eine Gruppe Personaler, allesamt Mitglieder des Personaler-Stammtisches – darunter ich -, war in die Räumlichkeiten der JOBLINGE in München eingeladen, um noch mehr über die Initiative zu erfahren.

Projektleiterin Frau Reinhard und Unternehmenskoordinatorin Stefanie Knott berichteten anschaulich über die Hintergründe und Ziele ihres Projektes. Sie stellten ausführlich und sehr bildhaft dar, wie mit den Jugendlichen im Projektverlauf gearbeitet wird:

Zu 4 Zeitpunkten im Jahr starten etwa 20 Jugendliche gleichzeitig ins Programm, so dass pro Jahr 80 junge Leute diese tolle Chance bekommen. Das Programm dauert dann jeweils 6 Monate. Zu Beginn erlernen die jungen Menschen in einer 6-wöchigen Orientierungsphase Basisfähigkeiten für das Arbeitsleben. Oft hatten sie dazu vorher aufgrund einer schwierigen Vergangenheit oder eines problematischen Umfelds nicht die Möglichkeit. Hier geht es z.B. um Dinge wie Höflichkeit, Freundlichkeit, Umgangsformen und das Einhalten von Zusagen. Außerdem ist das zentrale Thema dieser Phase die Zielfindung: Welcher Ausbildungsberuf liegt mir? Was möchte ich machen? Was ist realistisch? Ein Team von erfahrenen Sozialpädagogen arbeitet mit den Jugendlichen an diesen Fragestellungen. Begleitend bearbeiten die Jugendlichen während dieser Zeit unternehmerische Praxisprojekte. So gestalten sie z.B. eine Zeitschrift und übernehmen hierbei von der Recherche über das Texten bis hin zum Layout sämliche Aufgaben in Eigenregie.

Nach der intensiven Orientierungsphase beginnen bereits die ersten Praktika in Unternehmen. Im Laufe dieser Praxisphase gewinnen die Jugendlichen immer mehr Handlungssicherheit im beruflichen Umfeld und immer mehr Klarheit bzgl. ihres Ausbildungsziels. Nach einem oder mehreren Praktika wird ein Großteil der Praktikaten in eine Berufsausbildung vermittelt.

Damit dies möglich wird, braucht es in den aufnehmenden Unternehmen natürlich Menschen mit Herz, die sich des betreffenden Jugendlichen annehmen und ihm helfen, seine Stärken auszubauen und an seinen Defiziten zu arbeiten. Zusätzlich haben die Projektteilnehmer während der gesamten Projektzeit und manchmal darüber hinaus einen Mentor an ihrer Seite, der sie in ihrer Entwicklung unterstützt.

Da die Projektleiterin Frau Reinhard aus der Wirtschaft kommt (sie hatte verschiedene HR-Funktionen inne, zuletzt war sie Personalleiterin bei einer Bank), spricht sie die Sprache der Unternehmen. Das unterscheidet die JOBLINGE Initiative von anderen, ähnlichen Projekten, was auch bei unserer Veranstaltung deutlich spürbar war. Frau Knott, ebenfalls mit Berufserfahrung aus Wirtschaftsunternehmen, kennt deren Bedarf sehr gut und kann realistisch einschätzen, welche Möglichkeiten es gibt. Als Unternehmenskoordinatorin ist sie die Schnittstelle zwischen den Jugendlichen und deren potentiellen Arbeitgebern, vermittelt die Praktikums- und Ausbildungsplätze und ist Ansprechpartner für die Unternehmen bei allen Fragestellungen, die sich in der Praxis ergeben. Durch ihren engagierten Vortrag und den überzeugenden “Geschäftsansatz” der JOBLINGE haben Frau Reinhard und Frau Knott die Veranstaltunsteilnehmer durchweg für das Projekt begeistert. Im Anschluss fanden sich direkt einige Interessierte als potentielle Mentoren sowie Praktikums- und Ausbildungsplatz-Anbieter.

Natürlich stelle ich auch allen Lesern, die sich für ein Engagement bei den JOBLINGEN interessieren, gerne den Kontakt her – einfach bei mir melden unter karin.obergehrer@obergehrerhr.de .

 

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HR Monatsrückblick Februar 2012

Facebookprofile sind brauchbarer Indikator für die Performance im Job
(gefunden bei www.wollmilchsau.de)

Oft wird Facebook im Unternehmenskontext kritisch beäugt und als beruflich irrelevant eingestuft. Kürzlich gab es nun eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema an der Northern Illinois University, der University of Evansville und der Auburn University.

Die Studie legt eine hohe Korrelation zwischen der Performance im Job und der Ausgestaltung des Facebook-Profils nahe. Kandidaten, die durch ihr Facebook-Profil von Testpersonen als verantwortungsbewusst, verträglich und intellektuell neugierig wahrgenommen wurden, zeigten bei ihrer Leistungsbewertung im Job hohe Ergebnisse.

Solch positive Bewertungen der Facebook-Profile gab es im Allgemeinen für Menschen mit vielen Freunden, die gerne reisen und ein weites Spektrum an Hobbies und Interessen haben. Aus Sicht der Wissenschaftler ist es unwahrscheinlich, dass ein Facebook-Nutzer auf dieser Plattform dauerhaft ein falsches Bild seiner Persönlichkeit aufrechterhalten kann. Ein Facebook-Profil ist also ein zuverlässiger Indikator für den späteren Job-Erfolg. Wer hätte das gedacht?

Coaching

„Coaching als HR-Instrument“ war das Thema des Monats bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). Was macht einen guten Coach aus? Wie finde ich einen guten Coach? Wie arbeitet man erfolgreich mit einem Coach zusammen? Mit sachlichen Informationen in Form von Interviews und Fachbeiträgen liefert die DGFP Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema Coaching. Im dazugehörigen Blogbeitrag finden sich außerdem 2 sehr schöne Cartoons zum Thema.

Ausbildung
(gefunden bei www.wollmilchsau.de)

Junge Leute, die vor der Entscheidung stehen, welchen Ausbildungsberuf sie wählen sollen, müssen sich oft mühsam durch schwer verdaubare Schriftstücke quälen um einen ersten Eindruck zu bekommen, was sie in dem jeweiligen Beruf so erwartet. Inzwischen gibt es viele Versuche, die relevanten Informationen für die Jugendlichen in ihrer Sprache und ihren Medien aufzubereiten. Eine sehr gelungene Initiative ist die der Handelskammer Hamburg: www.azubot.de

Mit Ausbildungsvideos setzen die Macher auf die Kraft der Bilder und eine jugendgerechte Sprache. Die Jugendlichen bekommen einen atmosphärischen Eindruck davon, was sie in ihrer zukünftigen Ausbildung erwartet. Die Darsteller in den Filmen sind selbst Jugendliche, die im jeweiligen Ausbildungsberuf arbeiten. Sehenswert!

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Der “Personaler-Stammtisch” – Interview mit Christian Albat

Dass Netzwerken zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für die berufliche Entwicklung gehört, ist unbestritten. Personaler sind vergleichsweise gut vernetzt und besuchen gerne Erfahrungsaustauschrunden und ähnliche Netzwerkveranstaltungen. Zweifellos sind Online-Communities auf dem Vormarsch und auf diversen Plattformen, darunter auch XING, LinkedIn, Facebook etc. präsentieren viele Gruppen ständig steigende Mitgliederzahlen. Christian Albat, Gründer des „Personaler-Stammtisch“ und Unternehmensberater, hat mit mir über die Geschichte und Ziele der „Personaler-Stammtisch“-Community gesprochen, die bereits seit 2003 existiert und den realen sowie den Online-Ansatz in sich vereint.

Den Personaler-Stammtisch gibt es nun schon seit fast 10 Jahren. Was war zuerst da, Christian, die Online- oder die reale Community?

Wir sind absolut real und live gestartet. Das war damals, als ich als Vertriebsmitarbeiter von Jobware oft in München war. Man geht ja auch mal mit den Kunden Essen. Das haben wir dann auf den Abend verschoben und gemerkt, dass man mit mehreren Personalern ja auch was gemeinsam unternehmen kann. Und so sind wir anfangs zu dritt und dann vier Wochen später bereits mit 5 Personen unterwegs gewesen. Bis wir schließlich immer eine Gruppe von 15 oder 20 Leuten waren, die sich in wechselnden Locations getroffen hat. Ich habe immer, wenn ich in München war, die Gruppe zusammengetrommelt und die Münchner mussten sich um die Location kümmern. Das waren die Anfänge des Personaler-Stammtisches. Rückblickend haben wir  – nämlich Rebecca Peters von Haufe-Lexware als Mitgründerin und ich – schon in über 5 Städten deutschlandweit den „Personaler-Stammtisch“ zu einem realen Treffpunkt gemacht.

Wann kam dann die Online-Community dazu?

Wir haben uns natürlich von Anfang an per E-Mail organisiert, denn 20 Leute nacheinander anzurufen ist etwas mühsam. Was sehr informell angefangen hat, haben wir dann bis heute über XING weiter professionalisiert. Wir haben im Jahr 2008 dort die Gruppe „Personaler-Stammtisch“ gegründet. Auch eine eigene Website www.personaler-stammtisch.de gibt es inzwischen, die aktuell noch auf die XING-Gruppe verweist.

Wie greifen die beiden Elemente ineinander – der Personaler-Stammtisch, bei dem man sich physisch trifft und die Online-Plattform?

Besonders dann, wenn wir neue Mitglieder werben, nutzen wir die Online-Plattform. Die Bedarfsabfrage zu den gewünschten Schwerpunkten und die Information über die neuen Themen werden ebenfalls über die Online-Gruppe abgebildet. Dadurch erreichen wir mittlerweile nicht mehr nur Münchner sondern über 360 Personaler deutschlandweit. Aber natürlich darf die reale Komponente, nämlich, dass wir einfach wie bei einem echten Stammtisch zusammensitzen und ein Bier oder eine Schorle trinken, nicht fehlen. Inzwischen organisieren wir durch die gestiegene Nachfrage auch „Themen-Abende“ gemeinsam mit spannenden Referenten zu interessanten HR-Themen, die dann anschließend in gemütlicher Runde ausklingen. Weiterer fachlicher Austausch zum Thema kann dann wieder online in unseren Foren stattfinden. Insofern hängt beides eng zusammen. In den Foren wünschen wir uns allerdings noch mehr Dynamik. Wir haben kürzlich Professor Ricardo Büttner als Co-Moderator gewinnen können, um den fachlichen Austausch dort noch mehr voranzutreiben. Gemeinsam mit Prof. Dr. Büttner haben wir auch Ende 2011 eine sehr spannende Personaler-Stammtisch-Reihe zum Thema „HR mit Xing, LinkedIn & Co“ sponsored by Haufe veranstaltet. Bei dieser Veranstaltungsreihe haben über 100 Teilnehmer in München, Berlin, Frankfurt und Köln von der Vorstellung der Haufe Talent Management Lösung in Verbindung mit integrierten Social Media Elementen profitiert.

Es gibt ja in allen größeren Städten eine Reihe von regelmäßigen Erfahrungsaustauschrunden oder Vortragsveranstaltungen für Personaler. Was unterscheidet den Personaler-Stammtisch davon?

Es ist so, dass der Personaler-Stammtisch rein aus HR-Entscheidern unterschiedlicher Disziplinen besteht. Gerade diese Zusammensetzung schätzen die Leute bei den Live-Treffen. Und wie der Name schon sagt, geht es um einen betont informellen Austausch und das auf regionaler Basis. Wir haben eine hohe Duz-Kultur. Wenn man neu in die Gruppe kommt, fühlt man sich direkt aufgenommen, dieses Feedback haben wir schon oft bekommen. Außerdem ist es eine Gruppe, in der wir auch hinsichtlich möglicher Karriereoptionen netzwerken. Online gibt es regelmäßig HR-Jobangebote der vertretenen Unternehmen. Dazu gibt es für Gruppenmitglieder jede Menge Vergünstigungen bei HR-Dienstleistern, z.B. vergünstigte Seminarteilnahmen oder exklusive Konditionen bei HR-Beratern.

Auf welche Referenten dürfen sich denn die Stammtisch´ler bei den nächsten Terminen freuen?

Zum nächsten Termin in München, am 16.02., werden wir den Impulsvortrag „Change ist doof“ von Rainer Krumm in München hören. Am 19.03. werden wir uns – ebenfalls in München – in den Räumlichkeiten der JOBLINGE treffen, die uns ihre Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen näher bringen werden. (Anm. d. Redaktion: Hier geht´s zum hr4franchise-Interview mit Stefanie Knott von den JOBLINGEN.)

Wo soll es denn langfristig mit dem Personaler-Stammtisch hingehen?

Wir wünschen uns qualitatives Wachstum innerhalb der Gruppe. Wenn man verschiedene andere Gruppen auf XING oder ähnlichen Plattformen beobachtet, platzt ja die Mitgliederzahl schier aus allen Nähten. Wir wollen bewusst nicht in diese Richtung gehen und wünschen uns, jedes Gruppenmitglied auch persönlich zu kennen oder bald bei einem „realen“ Personaler-Stammtisch kennenzulernen. Inhaltlich wollen wir weiterhin auf fachlich hohem Niveau unterwegs sein und am Puls der Zeit bleiben.

Christian, herzlichen Dank für das Interview.

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HR Monatsrückblick Januar 2012

Lunchbeat – der etwas andere Business Lunch

Innovation aus Schweden: In Stockholm treffen sich Personaler, Bankangestellte und andere Büromenschen mittags eine Stunde zum Essen und zum TANZEN. Gründerin Molly Ränge, die im Dezember auf Platz 2 der schwedischen Shortcuts’ list of 100 innovators gewählt wurde,  möchte, dass “überall solche Veranstaltungen entstehen”. Jeder kann also einen Mittagspausen-Tanz organisieren – solange er sich an die 10 Gebote auf der Lunchbeat-Webseite hält:

- Wenn du das erste Mal dabei bist, musst du tanzen.
- Wenn du das zweite, dritte oder vierte Mal dabei bist, musst du tanzen.
- Wenn du zu müde wirst, um beim Lunch Beat zu tanzen, dann geh bitte zum Essen
woanders hin.
- Sprich beim Lunch Beat nicht über deinen Job.
- Beim Lunch Beat ist jeder Anwesende dein Tanzpartner.
- Kein Lunch Beat dauert länger als 60 Minuten; immer zur Mittagszeit.
- Bei jedem Lunch Beat gibt es einen DJ und ein Mittagessen.
- Wasser gibt es umsonst.
- Suchtstoffe sind unerwünscht.
- Jeder kann überall einen Lunch Beat veranstalten, sofern es als öffentliches Event
angekündigt und nicht kommerziell ist sowie dieses Manifest gilt.

Ziel und Zweck des Lunch-Beat sind Spaß, Gemeinschaftsgefühl und eine physische Erfahrung „that will make you create magic during the rest of your day too”. Das Konzept hat doch das Zeug dazu, fester Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu werden, oder?

Gute Vorsätze…

… haben fast alle für´s neue Jahr. Robert Knemeyer hat für Haufe zehn Vorsätze für Personalabteilungen zusammengetragen, die in vielen Firmen Erfolg versprechen. Der Fokus liegt dabei auf der klassischen Personalbetreuung und –administration. Zu allen Vorsätzen gibt der Autor Tipps, wie sie sich in die Praxis umsetzen lassen:
Nr. 1: Unnötige manuelle Tätigkeiten hinterfragen
Viele Tätigkeiten werden immer noch mit großem händischen Aufwand erledigt. Es lohnt sich zu prüfen, ob diese entfallen oder automatisiert werden können.
Nr. 2: Die mehrfache Datenerfassung reduzieren
Einige Daten von Mitarbeitern werden in verschiedenen IT-Systemen erfasst, den Aufwand und die Fehlerquelle sollte man durch Datentransfer reduzieren.
Nr. 3: Mal wieder richtig aufräumen im Büro
Damit in der Ablage und im Archiv überhaupt noch etwas weiterhin gefunden werden kann, sollte auch hier einmal im Jahr richtig aufgeräumt werden.
Nr. 4: Richtig auf die HR IT-Systeme geschult werden
Damit die HR IT Systeme optimal genutzt werden können, sollten auch alle in der Personalabteilung darauf geschult sein.
Nr. 5: Die drei Kernprozesse überprüfen und vereinfachen
Die 3 Kernprozesse Eintritt, Austritt und Vertragsveränderung machen im HR einen Großteil der Arbeit aus, deswegen sollten diese so optimal wie möglich ablaufen.
Nr. 6: Die Kundenwünsche herausfinden
Im Alltag kann es vorkommen, dass man seinen Kunden etwas aus den Augen verliert. Deswegen sollte man jetzt wieder genau herausfinden, was dieser eigentlich möchte.
Nr. 7: Besetzung der Führungsfunktionen prüfen
Die richtige Besetzungen – insbesondere der Positionen mit Hauptaufgabe Mitarbeiterführung – ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für ein Unternehmen. Deswegen sollte hier unbedingt geprüft werden, ob die Positionen alle optimal besetzt sind.
Nr. 8: Mögliche Freigrenzen und Freibeträge nutzen
Es gibt eine ganze Reihe von Sondersachverhalten im Steuer- und SV-Recht. Diese zu nutzen und richtig anzuwenden, kann einiges bewirken.
Nr. 9: Eigenes Marketing verbessern
Wir haben ja wirklich ein breites Service-Spektrum, aber oftmals ist unseren Kunden dies gar nicht richtig bekannt. Also sollten wir unsere Kunden besser informieren.
Nr.10: Durchatmen und bisherige Erfolge feiern
Nachdem in den letzten Jahren eine gesetzliche Änderung der anderen gefolgt ist und wir aus der Krise rauskommen mussten, scheint 2012 ruhiger zu starten. Die Chance sollte man zum Durchatmen nutzen, bis es wieder losgeht.

Recruiting-Highlight des Monats: Company Crawl
- gefunden bei www.personalmarketingblog.de -

Company Crawl? Der Pub Crawl ist uns da schon eher ein Begriff. Dieser ist vor allem in Großbritannien verbreitet und bezeichnet das Umherziehen einer Gruppe in möglichst viele Kneipen an einem Abend.  Auch in deutschen Großstädten ist dieses Format längst verbreitet – vor allem Touristen nutzen diese organisierten Bus-Touren. Der Karriereservice WIWEX.careers (http://wiwex.net/wiwexcareers/fuer-unternehmen/) der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelte für das Wintersemester 2011/12 analog dazu das Format des Company Crawls. Die Idee dabei ist, eine Gruppe Studierende des ersten bis dritten Semesters mit dem Bus auf eine Reise zu in Berlin ansässigen Unternehmen mitzunehmen, mit dem klaren Ziel des Kennenlernens dieser Unternehmen in Hinblick auf die erforderliche Ausbildung, Praktika und Karrieremöglichkeiten. Für die teilnehmenden Unternehmen steht vor allem das Employer Branding im Vordergrund, denn die wenigstens Abiturienten und Studienanfänger haben beispielweise ein Verlagshaus oder die Wirtschaftsprüfungsbranche als zukünftige Arbeitgeber im persönlichen Fokus. Den Studierenden wiederum wird es erleichtert sich bereits zu Studienbeginn über ihre Karriereperspektiven bewusst zu werden. Wir meinen: Schönes Konzept!

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“Personalmanagement: Synergien im Franchise-System nutzen” – Interview mit Waltraud Martius

Franchising ist für renommierte Wirtschaftswissenschaftler und Trendforscher die Vertriebsstruktur mit dem größten Zukunftspotential. Basierend auf der Partnerschaft selbständiger Unternehmer kann mittels Franchising die maximale Stärke der beteiligten Partner aktiviert werden. Um dieses Potential zu heben, braucht es eine professionelle Herangehensweise und kompetente Beratung. Mit über 25 Jahren Beratungs-Erfahrung und bis dato über 1200 erfolgreich durchgeführten Franchise-Projekten sind die SYNCON International Franchise Consultants Marktführer in der Franchiseberatung im deutschsprachigen Raum.

Frau Mag. Waltraud Martius, Inhaberin und Geschäftsführerin von SYNCON, Mitbegründerin und Ehrenpräsidentin des “Österreichischen Franchise-Verbandes” (ÖFV), Dozentin und erfolgreiche Buchautorin, hat mit mir über den „Faktor Mitarbeiter“ in Franchise-Systemen gesprochen:

„Ein professionelles Human Resources Management ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für ein Franchise-System und jeden einzelnen Franchise-Nehmer.“ Was sagen Sie zu diesem Statement, Frau Martius?

Das ist absolut richtig, weil die meisten der Franchise-Nehmer im deutschsprachigen Raum nicht alleine, sondern mit Mitarbeitern arbeiten. In Österreich beispielsweise hat ein Franchise-Nehmer im Durchschnitt 8 Mitarbeiter. Egal ob Dienstleistungsfranchising, Vertriebsfranchising oder Produktionsfranchising – die Franchise-Nehmer agieren meist nicht als Einzelpersonen am Markt. Im Franchising ist es die Hauptaufgabe eines Franchise-Gebers, die Franchise-Partner von Nebenfunktionen und von Arbeiten, die eine Zentrale gleich gut oder besser machen kann, zu entlasten. Das ist deswegen so wichtig, weil der Franchise-Partner entlastet werden muss, damit er sich auf 2 wesentliche Dinge konzentrieren kann:
Erstens auf seinen Kunden, um das richtige Produkt oder die richtige Dienstleistung an den Mann oder die Frau zu bringen und zweitens – und hier ist die Frage, ob das nicht sogar an erster Stelle stehen sollte -  auf die Führung seiner Mitarbeiter. Alle anderen Aufgaben wie Marketing, Controlling, EDV und die Entwicklung von überregionalen Tools soll die Franchise-Zentrale im Hintergrund leisten.

Wo stehen die Franchise-Systeme im deutschsprachigen Raum in Bezug auf Personalarbeit?

Ziemlich am Anfang. Es gibt natürlich die berühmten Ausnahmen, die schon sehr viel in diesem Bereich tun und die Franchise-Nehmer sehr gut unterstützen. Aber tendenziell hatten wir in den letzten Jahren eher die Einstellung, dass das Thema Mitarbeiter von Seiten der Franchise-Zentrale relativ wenig unterstützt wurde. Sicherlich auch auf Grund von Ängsten z.B. vor einer arbeitnehmerähnlichen Positionierung des Franchise-Partners, so nach dem Motto „Der Franchise-Partner ist selbständiger Unternehmen und muss sich selbst um die Mitarbeiter kümmern.“. Das ist generell natürlich richtig, aber man kann und sollte auch im Bereich Personal die Synergien in einem System nützen.

Auf Grund dieser Einstellung haben sich aber bis jetzt nur sehr wenige Franchise-Zentralen im deutschsprachigen Raum Gedanken gemacht, wie sie die Franchise-Partner im Bereich Personalmanagement und –entwicklung professionell unterstützen können. Vielleicht abgesehen von einigen Basics, wie eine Stellenbeschreibung oder eine Vorlage für Suchanzeigen. Hier schlummert aus meiner Sicht ein riesiges Potential, denn zufriedene Kunden kommen primär durch zufriedene Mitarbeiter.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen dabei?

Die sehe ich darin, eben diese Einstellung zu überwinden. Der Franchise-Partner ist und bleibt selbständiger Unternehmer, kann aber trotzdem anerkennen, dass man gemeinsam im Bereich HR Tools entwickelt, die dann allen zu Gute kommen.
Dafür muss der Franchise-Partner auch lernen, professionelles Personalmanagement tatsächlich umzusetzen. Und da müssen natürlich die Franchise-Geber selber mit gutem Beispiel vorangehen. Sehr oft sehen wir, dass in den Pilotbetrieben oder den company owned stores das Personalmanagement durchaus auch noch Entwicklungspotential hat.

Was würden Sie Franchise-Systemen in Bezug auf HR raten?

Bei gerade entstehenden oder neu entwickelten Franchise-Systemen rate ich, von Anfang an ein professionelles Personalmanagement anzudenken und sich Gedanken zu machen, wie der Franchise-Partner in diesem Bereich unterstützt werden kann. Welche Tools kann man ihm an die Hand geben im Bereich Mitarbeitersuche, Mitarbeiterauswahl, Mitarbeiterführung, Mitarbeitergespräche, Kündigungsgespräche etc. etc.? Da rate ich, mit Experten zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass man nichts vergisst und professionell entwickelte Instrumente zur Verfügung stellt. Des Weiteren sollten unbedingt im Rahmen der Basisausbildung von neuen Franchise-Partnern die Themen des Personalmanagement Berücksichtigung finden. Das ist bisher leider bei den wenigsten Grundausbildungen der Fall.

Bei bereits bestehend Franchise-Systemen rate ich sehr, die Beiräte, die es ja bereits in 80% der Franchise-Systeme gibt, mit einzubinden und mit den Franchise-Partnern gemeinsam zu erarbeiten: Wo krankt´s? Wo ist der Bedarf und wo brauchen Franchise-Partner Unterstützung? Welche Instrumente fehlen noch? Also sollte man Meetings ansetzen, z.B. eine Beiratssitzung ausschließlich zu diesem Thema, oder den Bereich als großen Agendapunkt bei Jahrestagungen einplanen.

Bei der Konzeption der Instrumente – egal ob für neue oder bestehende Systeme – muss man sich sehr individuell pro System Gedanken machen. Ich glaube nicht, dass man das alles über einen Kamm scheren kann. Auf jedes System müssen die Tools individuell abgestellt werden, da kann man nicht einfach von irgendwoher bestehende Tools übernehmen.

Und als letzten Rat: Laufend in Ausbildung und Training für die bestehenden Franchise-Partner – insbesondere zum Thema Mitarbeiterführung und Handhabung der HR-Instrumente – investieren.

Sie sind ja Autorin des Buches „Fairplay Franchising“, das inzwischen in der 2. Auflage erschienen und bereits ausverkauft ist. Welche Rolle spielt das Fairplay Franchising Konzept beim Thema Personalarbeit?

Auf der Ebene Franchise-Geber und Franchise-Partner spielt das Fairplay im Sinne einer langfristigen partnerschaftlichen Strategie, um gemeinsam wirtschaftlich erfolgreich zu sein, eine große Rolle. In der Beziehung des Franchise-Partners zu seinen Mitarbeitern ist das genauso. Hohe Fluktuation im Bereich der Mitarbeiter kostet genauso viel Geld wie hohe Fluktuation im Bereich der Franchise-Partner. Und langfristig erfolgreiche, motivierte und zufriedene Mitarbeiter zu haben, ist für den wirtschaftlichen Erfolg aller Beteiligten sicherlich der richtige Weg. Es ist ein persönliches Credo von mir, dass ich zu 100% der Meinung bin, dass das nur mit einer partnerschaftlichen Art und Weise – mit klaren Richtlinien natürlich, mit klaren Standards und Leitsätzen, aber immer partnerschaftlich – funktioniert.

Frau Martius, herzlichen Dank für das Interview.

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HR Monatsrückblick Dezember 2011

Zum Jahresabschluss gibt es in meinem Monatsrückblick leichte Kost… Ich wünsche allen Lesern einen tollen Start ins Jahr 2012!

HR Cartoons

Dirk Meissner aus Köln zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Cartoonisten. Seine Manager-Cartoons erscheinen unter anderem im Wirtschaftsteil der “Süddeutschen Zeitung”, in dem Magazin “Börse-Online” und in weiteren Fachzeitschriften. Oft hat er dabei einen HR-Bezug. Den hier mag ich besonders.

Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting

Der Verein Queb e.V. bildet ein Kompetenznetzwerk für innovatives Employer Branding. Mit dem Zusammenschluss namhafter Unternehmen bündelt der Berufsverband das relevante Wissen für ein langfristig erfolgreiches Personalmarketing und bietet Unternehmen eine zentrale Plattform zum Erfahrungsaustausch. Auf dem neuen Youtube-Kanal des Verbandes findet sich ein sehr schönes Video:
Alois der Hutmacher hat Schwierigkeiten mit dem Wettbewerb um gute Hutmachermeister für seine Fabriken. Der Wettbewerb um gutes Personal ist hart. Aber ihm fällt schon was ein…. Ein kleiner Zeichentrickfilm, der augenzwinkernd die Entstehung von Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting erklärt.

Recruiting

Und zu guter Letzt – das Recruiting-Highlight des Monats: Der britische Geheimdienst GCHQ hat ein Nachwuchsproblem – deshalb verließ er im Dezember die eingetretenen Recruiting-Pfade und suchte Bewerber per Online-Rätsel. Es gab einen kryptischen Code zu knacken… Viel Spaß beim Nachmachen!

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Human Resources Management beim Franchise-Vorreiter McDonald´s – Ein Interview mit Holger Blaufuß und Gabriele Fluck

Der Big Mac ist auf der ganzen Welt ein Begriff und jeder kennt McDonald’s. 1971 eröffnete McDonald’s das erste Restaurant Deutschlands in München. Nicht alle Restaurants in Deutschland werden von dem Unternehmen McDonald’s Deutschland Inc. in Eigenregie selbst geführt. Bereits 1975 wurde das erste Restaurant in Franchise vergeben. Heute werden 80% der insgesamt 1.136 Restaurants von selbständigen Unternehmern im Franchise-Modell betrieben. Dabei arbeitet McDonald’s sehr eng mit seinen Franchise-Partnern zusammen. Das McDonald’s Restaurant-System hat sich, auch durch den Gedankenaustausch mit seinen Franchise-Partnern, stetig weiterentwickelt und ist seit vielen Jahren auch in Deutschland Marktführer der Gastronomie. Mit 62.000 Mitarbeitern, davon über 2.000 Auszubildende, ist McDonald´s Deutschland außerdem ein sehr großer Arbeitgeber.

Holger Blaufuß, Senior Specialist Franchise, und Gabriele Fluck, Director Human Resources, haben mit mir über das Human Resources Management bei McDonald’s Deutschland gesprochen:

„Ein professionelles Human Resources Management ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für ein Franchise-System und jeden einzelnen Franchise-Nehmer.“ Was sagen Sie zu diesem Statement?

Holger Blaufuß: Ein professionelles Human Resources Management ist für jedes Unternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor – also sowohl relevant für den Franchise-Geber als auch für die Franchise-Nehmer. Es ist wichtig, dass Franchise-Systeme immer einen einheitlichen Markenauftritt haben und hierzu zählt selbstverständlich auch ein stringentes People Management.

Gabriele Fluck: Die Herausforderung hierbei ist, dass die Franchise-Nehmer als eigenständige Unternehmer die alleinige Personalverantwortung für Ihre Mitarbeiter haben.  Im Rahmen einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie arbeiten bei uns demokratisch gewählte Franchise-Nehmer Vertreter und McDonald’s Mitarbeiter  in einem sogenannten People Strategie Team zusammen.  Dort werden gemeinsam die künftigen personalrelevanten Maßnahmen für unser System entwickelt. Diese, auf der Basis gemeinsamen Commitments erarbeiteten, Strategien ermöglichen eine flächendeckende und konsequente Umsetzung.

Wie unterstützt McDonald‘s die Franchise-Nehmer konkret im Bereich Personal?

Gabriele Fluck: McDonald’s Deutschland unterstützt seine Franchise-Nehmer grundsätzlich in allen HR-relevanten Themenbereichen, wir stehen immer als Ansprechpartner zur Verfügung. Ein großer Bestandteil des Supports besteht aus der Bereitstellung diverser HR-Systeme. So stellen wir unseren Franchise-Nehmern unter anderem ein modernes leistungsfähiges Bewerbermanagementsystem zur Verfügung.

Holger Blaufuß: Des Weiteren haben wir im letzten Jahr eine Online-Plattform für Recruiting-Materialen aufgebaut, in der unsere Franchise-Nehmer sozusagen auf Knopfdruck individuelle Stellenanzeigen erhalten. Auch Personalschulungen zählen zu unserem Service-Portfolio.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Franchise-Nehmer die Unterstützung nutzen und die Vorgaben umsetzen?

Holger Blaufuß: Eine Unterstützung ist zunächst einmal immer als Angebot gedacht. Im Rahmen des Restaurant Operations Improvement Process, der systeminternen Bewertungsmatrix, ist der Bereich People ein eigenständiger Bereich und ist somit Bestandteil der Restaurant-Bewertung. Wir beraten unsere Franchise-Nehmer hier kontinuierlich und stehen ihnen auch hier zur Seite.

Wird da nicht die unternehmerische Kompetenz der Franchise-Nehmer beschnitten?

Holger Blaufuß: Nein, keinesfalls. Franchise-Systeme zeichnen sich gerade dadurch aus, dass gewisse Parameter in allen Unternehmensbereichen vorgegeben werden – Freedom in a Framework. Dies ist immens wichtig und dient dem Schutz der Marke.

Was würden Sie Franchise-Systemen in Bezug auf HR raten?

Gabriele Fluck: Rechtzeitig in das Thema People investieren: Mitarbeiter sind das höchste Gut in einem Unternehmen. Zufriedene, hoch motivierte und loyale Mitarbeiter sichern den Erfolg eines Unternehmens.

Herzlichen Dank für das Interview.

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